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Etikettenschwindel im Stadener Feld

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Der „Napoleondamm“ ist einer der ältesten Fernwege der Region, auf dem zu seiner „Glanzzeit“ Pferdekutschen und berittene Boten unterwegs waren. Seinen klangvollen Namen, der sich bei der örtlichen Bevölkerung und auch in Kartenwerken eingebürgert hat, trägt er aber nicht unbedingt zu Recht. Mit dem französischen Feldherrn und Kaiser hat die bereits im Jahr 1189 erstmalig urkundlich erwähnte Verbindung zwischen Osnabrück und Lingen herzlich wenig zu tun. Lediglich ihr schnurgerader Verlauf  erinnert an die Chausseen, die Napoleon vielerorts für seine Truppenaufmärsche durch die Landschaft trassieren ließ. Der „Osnabrücker Damm“, so die ältere und korrektere Bezeichnung, war lange Zeit stark frequentiert, auch wenn es immer wieder Klagen über den schlechten Zustand der Strecke gab. Als jedoch nach dem Wiener Kongress im Jahr 1815 die südlichen Teile der Grafschaft Lingen den Preußen zufielen, wichen die Reisenden von Osnabrück auf eine weiter nördlich verlaufende Strecke über Fürstenau aus, um den Weg über preußisches Territorium und damit lästige Zollstellen zu umgehen. Bei Reisenden und Handelsleuten verlor der „Osnabrücker Damm“ daher rasch an Bedeutung.

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