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Das Recker Moor - ein Moor im Aufwind

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Das Recker Moor hat im Vergleich mit vielen anderen Mooren Glück gehabt. Dass wir die faszinierende Landschaft heute noch erleben können, ist dem Einsatz engagierter Naturschützer zu verdanken. Ein großer Teil der ursprünglich über 5000 Hektar großen Moorfläche war dem industriellen Torfabbau zum Opfer gefallen. 6000 Jahre Moorwachstum hatten ihr Ende in Vorgärten und Balkonkästen gefunden. Erst in den 1980er Jahren waren die Schutzbemühungen erfolgreich und ein großer Teil des verbliebenen Moorkörpers konnte unter Schutz gestellt werden. Da war es fast schon zu spät, denn Birken hatten das entwässerte Moor erobert und entzogen ihm weiterhin das Wasser. Mit den Birken haben die ehrenamtlichen Naturschützer immer noch zu kämpfen, auch wenn das Wasser heute wieder im Moor verbleibt. Doch die Erfolge der Moorrevitalisierung sind deutlich zu sehen. Seltene Arten wie Sumpfohreule, Blau- und Schwarzkehlchen brüten im Moor, im Frühjahr verfärben sich die Männchen der Moorfrösche blau und die Schlingnatter gönnt sich ein Sonnenbad auf den Torfdämmen. Moosbeere, Scheidiges Wollgras, Glocken- und Rosmarinheid, Sonnentau und andere seltene Pflanzen – sie alle finden im Recker Moor ein Refugium.

Von zwei Türmen bieten sich dem Besucher weite Ausblicke in das Moor und den umgebenden Gürtel aus extensiv bewirtschaftetem Grünland- von wo aus im Frühjahr auch die Rufe der sehr selten gewordenen Uferschepfe zu hören sind.

Auf einem Moortümpel vor dem Moorturm hat sich eine Kolonie Lachmöwen angesiedelt. Die Möwen bauen ihre Nester auf den Wollgras- und Pfeifengrasbulten, die aus dem Wasser ragen.Ein Pfad durch das Moor verbindet die beiden Beobachtungstürme und direkte Einblicke in diesen einzigartigen Lebensraum.

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