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Panzerspuren und Krötenlaich im NSG Vogelpohl

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Auf militärischen Übungsplätzen ist alles ein wenig anders als in der „normalen“ Landschaft, da gilt „Munitionsreste statt Kunstdünger“ und „Panzer statt Mähdrescher“. Dass sich das Militär das Halener Feld als Übungsplatz ausgesucht hat, verwundert bei der kriegerischen Vergangenheit dieses Ortes nicht. Bereits 783 brachen die Franken hier den Widerstand der heidnischen Sachsen. Die heutige Nutzung geht zurück auf das Jahr 1936, als die Nationalsozialisten dort einen Fliegerhorst anlegten. Nach dem 2. Weltkrieg übernahmen die Briten das Areal und erweiterten es zu einem Standortübungsplatz.

In dem über 300 Hektar großem FFH-Gebiet „Vogelpohl“ gibt es noch Heideflächen und Pfeifengraswiesen mit Raritäten wie Moorlilie, Natternzunge, Heidenelke und Lungenenzian - alles Pflanzen, die auf Düngung allergisch reagieren und hier ein Refugium gefunden haben. Wo Militärfahrzeuge den Boden durchpflügen und immer neue dynamische Prozesse auslösen, ist auch die Kreuzkröte nicht fern. Sie legt ihre Laichschnüre gerne in vegetationsfreie, besonnte Pfützen, die manchmal auch durch schwere Panzerketten entstanden sind. Dann beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Die Kaulquappen müssen sich zu kleinen Kröten entwickeln, bevor die Pfütze austrocknet.

Im Jahr 2012 endete die militärische Nutzung im Haler Feld. Ein Jahr später erfolgte die  Ausweisung  als Naturschutzgebiet „Haler Feld-Vogelpohl“. Für Offenhaltung und Pflege der Flächen, die im Besitz des Bundes sind, ist jetzt die Bundesforstverwaltung zuständig.

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