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Die Bramegge als wertvolles Schutzgebiet

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„Bram“ ist eine im Münsterland früher übliche Bezeichnung für den Besenginster und als „egge“ wurde ein eher wertloses Stück Land bezeichnet. Wenn man weiß, dass der Besenginster gerne auf armen Sandböden wächst, passt in der „Bramegge“ beides gut zusammen. Für Ackerbau und Viehzucht war sie wenig geeignet, aber mit dem Sand als Baumaterial konnten die Bauern schon etwas anfangen. Und so entstand in der Bramegge eine Sandkuhle, die sich nach und nach erst mit Wasser und dann mit Müll füllte.

Als der Wert des Gebietes wiederentdeckt wurde, schafften ehrenamtliche Naturschützer zunächst Unmengen von Abfall aus den Kuhlen. Als Dank fanden seltene Bewohner, wie z.B. der Moorfrosch und der Kammmolch, einen neuen Zufluchtsort. Um diesen Lebensraum längerfristig zu erhalten wird das Gewässer regelmäßig von beschattenden Gehölzen befreit. Dass die Bramegge heute als FFH-Gebiet sogar einen europäischen Schutzstatus genießt, ist vor allem der Bechsteinfledermaus zu verdanken, die als typische Waldfledermaus,  ihre Wochenstuben in alten Baumhöhlen anlegt. Anders als die meisten heimischen Fledermäuse jagt die Bechsteinfledermaus auch ihre Beute im geschlossenen Wald. Sie ist ein äußerst geschickter Flieger und kann Insekten direkt von Blättern und Zweigen abklauben. Der Große Abendsegler, die Fransenfledermaus und das Große Langohr sind ebenfalls in der Bramegge zu finden.

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