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Kopfweiden - echte Charakterköpfe

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Eine eigene Baumart sind Kopfweiden nicht. Oft sind es Silberweiden, die durch menschliche Pflege zu Kopfweiden wurden. Aber auch Eschen, Erlen oder Eichen können, wenn man sie regelmäßig stutzt, einen echten Charakterkopf bekommen. Fast immer waren es aber Weiden, die die Prozedur des Kopfschneitelns über sich ergehen lassen mussten. Ob für Zaunpfähle, Bohnenstangen, Besenstiele oder als Flechtwerk für Kartoffelkörbe – ihr Holz war besonders vielseitig nutzbar.

Heute sind es meist Naturschützer, die den Weiden im Winter mit der Kettensäge zu Leibe rücken. Sie möchten, dass Höhlenbrüter wie Steinkauz, Bachstelze oder Feldsperling hier weiterhin Faulhöhlen als Brutplatz finden oder seltene Käfer sich im zersetzenden Holz tummeln. Wenn Vögel an der richtigen Stelle etwas „fallen“ lassen, kann sich sogar ein Strauch wie der Schwarze Holunder als „Aufsitzer“ auf einer Kopfweide ansiedeln. Weiden haben unter ihrer weichen Schale keinen harten Kern. Ihnen fehlt das harte und widerstandsfähige Kernholz, das bei anderen Baumarten die Holzzersetzung und Höhlenbildung verhindert. Einmal geköpfte Weiden müssen regelmäßig geschnitten werden, sonst brechen die kopflastigen Bäume bei Sturm zusammen.

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