Hilfsnavigation:

Headnavigation ueberspringen

Ziemlich nass – Feuchtwiesen am Max-Clemens-Kanal

klick

Die „Wiesen am Max-Clemens-Kanal“ stehen zusammen mit dem Emsdettener Venn im Rang eines europäischen Schutzgebietes. Unsere beiden größten Schnepfenvögel, der Große Brachvogel und die Uferschnepfe, schreiten hier regelmäßig zur Brut. Vor allem die in puncto Wasser „anspruchsvolle“ Uferschnepfe, der bei der Nahrungssuche das Wasser auch gerne mal bis zum Bauch stehen kann, profitiert davon, dass die Wiesen lange überflutet sind. Das wiederum funktioniert nur, wenn die Flächen im öffentlichen Besitz und an Landwirte verpachtet sind, die um die damit verbundenen Bewirtschaftungseinschränkungen wissen.

Während das sichtbare Wasser vor allem vielen Tieren und Pflanzen zugute kommt, ist das unsichtbare Wasser für die Menschen unverzichtbar. Gemeint ist das Grundwasser, das hier an verschiedenen Stellen gefördert wird und die Trinkwasserversorgung in der Region sichert. Wir bewegen uns auf dem Münsterländer Kiessandzug, eine geologische Besonderheit, die sich rund einen Kilometer breit von den Beckumer Bergen bis zur Grafschaft Bentheim erstreckt und vor rund 200.000 Jahren während der Saale-Eiszeit entstand. Wie, darüber streiten sich die Gelehrten seit vielen Jahren. Klar ist, dass eine Rinne unter dem Eis durch das Schmelzwasser der Gletscher mit Sand und unterschiedlichsten Gesteinen aufgefüllt wurde und nach dem Rückzug der Eismassen als sanfte Erhebung zurückblieb. Die Mischung aus Sand und Kies ist hervorragend für die Trinkwassergewinnung geeignet, weil sie einerseits das Wasser filtert und es andererseits gut zu den Brunnen leitet. Fast der gesamte Kiessandzug ist daher heute Wasserschutzgebiet.

klick
klick
klick

nach oben