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Das Moor hat seine Schuldigkeit noch nicht getan…

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Vom eigentlichen Moor (= Venn) ist zunächst keine Spur im Emsdettener Venn. Wo einst karger Moorboden und feuchte Heide nur wenigen spezialisierten Pflanzen und Tieren Nahrung bot, sorgen heute grüne Wiesen und sogar – leider – Maisäcker für gute Ernten. Jahrhunderte lang wurde der Torf, das „braune Gold“,- früher ein wertvoller Rohstoff zum Heizen, heute immer noch häufig als Blumenerde genutzt – hier abgebaut. Die wegen ihrer hohen Wasserspeicherkapazität einzigartigen Torfmoose, aus deren abgestorbenen Pflanzenteilen Torf hauptsächlich besteht, wachsen jedoch nur sehr langsam. Erst 1941, als bereits der Wasserhaushalt des Moores durch Entwässerungsgräben stark gestört und nur noch Reste des Moores vorhanden waren, wurde das Emsdettener Venn zum Naturschutzgebiet. Auf dem entwässerten Moor kommen nun immer wieder Gehölze auf, die zum Schutz der lichtliebenden und seltenen Moorbewohner regelmäßig entfernt werden müssen. So kann man bei einem Spaziergang durch das Moor auch heute noch Jungfern begegnen, die es nur im Venn gibt oder im Frühsommer die weißen Tupfen des Wollgrases bewundern. Und ob Rosmarinheide, Gagelstrauch, Sonnentau, Schwarzkehlchen oder Schillerfalter – die Liste seltener Tier- und Pflanzenarten ist lang.

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