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Vechte ausgebaut

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Wann die Vechte zur Vechte wird, ist nicht ganz eindeutig. Mal wird der Rockeler Mühlenbach, mal die Darfelder Vechte als Quellgewässer angegeben. Nach einer anderen Version geht es erst los im Schöppinger Ortsteil Eggerode, wo der Rockeler und der Burloer Bach zusammenfließen und fortan die Vechte bilden. Mit 180 Kilometer Länge ist die Vechte nach der Ems der stattlichste Fluss im Steinfurter Land. 107 Kilometer fließt die Vechte durch deutsche Lande. In den Niederlanden wird die Vechte zur „Vecht“ und mündet bei Zwolle in das Zwarte Water, die das Vechtewasser weiter in das Ijsselmeer befördert. Die Vechte ist ab Metelen zwischen 1952 und Anfang der 1970er Jahre ausgebaut worden. Der ehemals dynamische Fluss mit Uferabbrüchen, Auskolkungen und Ufergehölzen verwandelte sich in einen kanalähnlichen Wasserlauf mit einer eintönigen Linienführung, an der dank einer Steinschüttung am Böschungsfuß nicht mehr zu rütteln ist. Begründet wurde der Ausbau mit der Hochwassergefahr. Die ist aber immer noch nicht komplett gebannt, wie die Metelener im August 2010 leidvoll erfahren mussten, als die Vechte nach einem fast zweitägigen Dauerregen über die Ufer trat.

Bis Ende des 19. Jahrhunderts war die Vechte etwa ab dem niedersächsischen Schüttorf schiffbar. Vor allem der Bentheimer und der Gildehauser Sandstein, in Holland beliebte Baumaterialien, wurden mit als „Zompen“ bezeichneten Schiffen in das Nachbarland transportiert. Unter dem Motto „Ein grenzenloser Fluss“ wollen deutsche und niederländische Behörden gemeinsam daran arbeiten, dass wieder mehr Leben in den Fluss kommt.

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