Hilfsnavigation:

Headnavigation ueberspringen

Klein, aber fein

klick

Im „Hanseller Floth“ kommen vor allem Liebhaber nassen Milieus auf ihre Kosten. Was bei der Bedeutung des Wörtchens „Floth“ als „überschwemmtes Land“ nicht ganz überraschend ist. Wenn viele Wiesen bereits den ersten Schnitt hinter sich haben, ist es im Hanseller Floth meist noch richtig nass: Statt sattem Grün ist tristes Grau angesagt. Pfeifengraswiesen – so bezeichnet der Botaniker diesen Wiesentyp - können erst so spät gemäht werden, dass es sich nicht mehr lohnt, das Heu zu verfüttern. Wertlos war es früher damit nicht, denn im Winter kam es als Einstreu in die Ställe. Angesichts moderner Viehställe mit Spaltenböden sind diese Zeiten natürlich längst vorbei. Die früher verbreiteten „Streuwiesen“ gehören daher heute zu den seltensten Wiesentypen überhaupt, wodurch sich das Hanseller Floth sogar den Rang eines europäischen Schutzgebietes verdient hat. Arten wie Pfeifengras, Wiesen-Silge, Teufelsabbiss oder Breitblättriges Knabenkraut haben sich an diese Nutzungsweise angepasst. Allerdings – was durch eine bestimmte Nutzungsweise entstanden ist, muss auch weiterhin so genutzt werden. Dies geschieht im Hanseller Floth im Rahmen des Vertragsnaturschutzes. Was in diesem Falle nichts anderes heißt, als dass der Eigentümer Ausgleichszahlungen für eine Bewirtschaftung bekommt, die für ihn nicht mehr rentabel ist.

Eingelagert in die Wiesen sind kleinere Tümpel. Aus ihnen ertönt im Frühsommer das charakteristische „räp-räp-räp“ der Laubfrösche, das allerdings immer leiser wird. Die Population im Hanseller Floth ist wohl zu klein und isoliert, um dauerhaft überleben zu können.

klick
klick
klick

nach oben