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Die Wasserschlösser der Bauern

Die Verbreitung der Gräftenhöfe deckt sich sehr stark mit dem Bereich der Streusiedlung und hat daher im Münsterland ihren Schwerpunkt. Hier wiederum ist es das wohlhabende Kern- oder Kleimünsterland, das dem in der Vergangenheit vergleichsweise „ärmlichen“ Sandmünsterland deutlich den Rang abläuft. Nicht zuletzt ist auch die Wasserhaltung auf den durchlässigen Sandböden nicht ganz einfach.

Gräftenhöfe sind – etwas vereinfacht  - die Wasserschlösser der Bauern, nach dem Motto: Was „die da oben“ können, kann ich schon lange. Das Repräsentationsbedürfnis ist wohl eines der wesentlichen Motive für den Bau von Gräftenhöfen gewesen. Nur größere Bauern - im Münsterland also vor allem die Schulzen - konnten sich eine derart aufwendige Hofanlage leisten. Daneben hat sicher auch das Schutzbedürfnis eine wichtige Rolle gespielt. Etwa 800 Gräftenhöfe gab es zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Westfalen.

Der denkmalgeschützte Hof Reckfort kann auf eine über 400-jährige Geschichte zurückblicken. An der komplett erhaltenen Gräfte macht der Eisvogel gelegentlich eine Stippvisite, die alten Eichen rund um den Hof suchen Kleiber und Buntspecht nach Essbarem ab. Vielleicht entdecken sie dabei auch merkwürdige Gebilde. (Steckbrief Pflanzengallen).

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