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Ins Korsett gezwängt

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Manch einer wundert sich vielleicht, warum Greven sich mit hohen Deichen vor einem Flüsschen schützt, das meist friedlich in seinem Bett schlummert und in trockenen Sommern in kurzer Hose durchwatet werden kann. Aber der Eindruck täuscht. Zwei, drei Tage Dauerregen, schon kann das Emswasser dicht an der Deichkrone stehen. Früher floss die Ems da entlang, wo heute Baumarkt und Discounter Konsumentenwünsche befriedigen. Bei der Emsbegradigung in den 1950er Jahren hat man den Fluss nach Westen verlegt und dabei in ein so enges Korsett gezwängt, dass es schnell aus den Nähten platzt. Die Deiche mussten in Folge kräftig in die Höhe wachsen. Ohne sie hätten die Grevener schon so manches Mal nasse Füße bekommen. Immerhin, an einem kleinen Emsabschnitt nördlich der Brücke darf die Ems an ihrem Ufer knabbern. Dort hat man die obligatorische Steinschüttung entfernt.

Eine Aktionsfläche in der stadtnahen Aue ist im Sommer beliebter Treffpunkt für verschiedene Freizeitaktivitäten. Die meisten Strandbesucher dürften kaum ein Auge für die bunte Vielfalt haben, die sich ihnen auf der gegenüberliegenden Seite der Ems bietet: Echtes Labkraut, Skabiosen-Flockenblume und Wilde Malve gedeihen dort in einer extensiv genutzten Wiese.

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