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Weißes Gold und maritime Pflanzen

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Unweit des Klosters liegt die im Münsterland einzigartige Saline Gottesgabe. Die Salzgewinnung in dem imposanten Gradierwerk ist in Rheine schon seit dem Jahr 1022 belegt. Ein Gang entlang der Anlage vermittelt einen guten Eindruck von der Tropfdorngradierung, mit der die Konzentration der Sole verdoppelt werden konnte, was die anschließende  Versiedung im benachbarten Siedehaus erst rentabel machte. Das Wasser tröpfelt durch eine Füllung aus Schwarzdorn, über dessen große Oberfläche des sparrigen Verzweigung das Wasser besonders gut verdungsten kann. Zurück bleibt der Dornstein, ein gräulicher Überzug aus Kalk. Das Spritzwasser rund um das Gradierwerk ist so „gesalzen“, dass hier mit Salzschwaden und Salz-Schuppenmiere Pflanzen wachsen, deren eigentliche Heimat die Meeresküsten sind.

Überraschend ist auch das Klappern der frei lebenden Weißstörche aus dem benachbarten Naturzoo. Die mittlerweile auf fast 100 Brutpaare angewachsene Storchenkolonie ist zwar die größte in Mitteleuropa, aber nicht ganz unumstritten. Weil die Störche im Zoo ihr Futter quasi auf dem Silbertablett präsentiert bekommen, gibt es Vermutungen, dass sie potentiell geeignete Lebensräume aus Bequemlichkeitsgründen gar nicht erst besiedeln. Zudem meinen Kritiker, dass die vielen Störche eine intakte Natur vorgaukeln, die es so nicht gibt. Wie dem auch sei, ein beeindruckender Anblick sind sie allemal.

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