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„Giftspritzen“ im Gildehauser Venn

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Das 650 Hektar große Naturschutzgebiet „Gildehauser Venn“  ist sicher eine der schönsten und eindrucksvollsten Heide- und Moorlandschaften Nordwestdeutschlands. Bereits 1938 wurden erste Teile unter Schutz gestellt. Aber noch bis zum Jahr 1953 wurde im Venn Torf gestochen. Um das Gebiet gebührend zu genießen, bekommt das Fahrrad eine Pause. Eine Aussichtsplattform ermöglicht einen ersten Überblick, anschließend geht es zu Fuß teilweise über Bohlenwege durch Heide, Pfeifengrasbestände und lichte Moorwälder. Festes Schuhwerk ist eigentlich nicht notwendig, es sei denn, man fürchtet sich vor Schlangenbissen. Denn im Gildehauser Venn lebt eine stattliche Zahl von Kreuzottern, bekanntlich die einzige giftige Schlangenart in unseren Breiten. Doch da der begrenzte Giftvorrat der Kreuzottern eher für Mäuse und Frösche als für den gesunden Mitteleuropäer ausgelegt ist, besteht keine Gefahr, zumal die Tiere Menschen geflissentlich aus dem Weg kriechen. Gute Chancen, die Kreuzottern zu beobachten, bieten künstliche Holzhaufen, die Naturschützer an einigen Stellen im Venn aufgeschichtet haben und die von den Reptilien gern zum Sonnenbad aufgesucht werden. Moorlilie, Lungenenzian, Gagel und Rauschbeere bieten unterwegs etwas fürs Auge, für den Ohrenschmaus sorgt im Frühjahr der allgegenwärtige Gesang von Fitis und Baumpieper. Über den mit Wasser gefüllten alten Torfstichen jagt im Sommer der Baumfalke nach Heidelibellen, und auch der Wespenbussard, der hier brütet, hat es eher auf  Insekten abgesehen. Kurzum: Vom Frühjahr bis in den Herbst hinein ist im Gildehauser Venn immer etwas los.

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