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Steinfurter Aa: Schutzwürdig trotz Schwächen

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Wie viele andere Bäche im Münsterland hat die Steinfurter Aa, die in den Baumbergen entspringt, eine stark schwankende Wasserführung. Früher sorgte das Flüsschen immer wieder für Überschwemmungen, weshalb die Aa hier stark begradigt ist und sich als Folge des Ausbaus tief eingegraben hat. Stauwehre und Sohlschwellen bremsen den Abfluss des Wassers und sorgen in trockenen Sommern dafür, dass überhaupt noch Wasser im Bachbett ist. Gleichzeitig verhindern sie die Durchgängigkeit des Gewässers. Trotzdem ist die Steinfurter Aa ein Schutzgebiet von europäischem Rang. „Schuld“ daran ist ein ebenso unscheinbarer wie gefährdeter Fisch, der Steinbeißer.

Die Aue der Steinfurter Aa wird heute fast ausschließlich ackerbaulich genutzt. Mais und Weizen herrschen vor. Im Frühjahr versuchen einige Kiebitzpaare, ihre Jungen groß zu ziehen, was ihnen aber oft misslingt, weil viele Nester der Flächenbearbeitung oder Räubern wie Fuchs und Wiesel zum Opfer fallen. Selbst ein „Räuber“ ist die seltene Rohrweihe, die hier gelegentlich brütet und auch die Küken anderer Vögel nicht verschmäht. Sie ist eigentlich eine Art der Feuchtgebiete, nimmt zur Not aber auch mit einem Getreidefeld vorlieb.

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