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Ein Bach und zwei Mühlen

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Aus mehreren Nischen im Kalkstein tritt das Wasser, das sich auf einer wasserstauenden Schicht unter dem Schöppinger Berg gesammelt hat, hier in der Leerbachquelle wieder zu Tage. Beachtliche 25 bis 100 Liter Wasser pro Sekunde sprudeln je nach Witterung und Jahreszeit in den von Buchen gesäumten Quelltopf. Dabei endet der Lauf des Leerbachs nach etwas mehr als sechs Kilometern schon wieder in der Steinfurter Aa. Bei der wesentlich längeren Ruhr, zum Beispiel, hingegen tröpfelt weniger als ein Liter pro Sekunde aus dem Erdreich.

Das Quellwasser des Leerbachs ist kristall klar und bietet sich mit konstanten kühlen Temperaturen um die 10 Grad für eine Erfrischung geradezu an, aber der Zaun, der den empfindlichen Quellbereich schützt, sollte Hinweis genug sein, dies nicht zu tun.

Nur wenige hundert Meter darf das Wasser vor sich hin plätschern, dann wird es auch schon gefordert: In Wennings Mühle treibt der Leerbach eine Kornmühle an, und das nachweislich schon seit Mitte des 16. Jahrhunderts, vermutlich aber noch deutlich länger. Dank der Initiative des Mühlen- und Heimatvereins Laer präsentieren sich das Mühlengebäude und der angrenzende Müllerkotten heute wieder in einem ansehnlichen Zustand. Und seitdem 2010 ein neues, oberschlächtiges Wasserrad installiert wurde, kann die Mühle sogar wieder mahlen.

Das gilt auch für Schmeddings Mühle, die mit einer zusätzlichen Besonderheit aufwartet. Hier verließ sich der Erbauer 1848 nicht allein auf die Wasserkraft des Leerbaches, sondern holte sich die Unterstützung des Windes dazu, um Korn zu mahlen und Öl zu pressen. Daran erinnert heute der für Windmühlen typische achteckige Grundriss des Gebäudes. Der Windmühlenaufbau fiel allerdings 1928 einem Sturm zum Opfer. Auch Schmeddings Mühle haben die Mitglieder des Heimatvereins liebevoll restauriert. Beide Mühlen können besichtigt werden. Führungen werden vom Heimatverein angeboten.

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