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Bagno: Park? Natur? Beides!

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Wer im 18. Jahrhundert in Italien oder Frankreich in einem Bagno landete war nicht zu beneiden. Es war eine Art Zuchthaus, in dem Verurteilte unter menschenunwürdigen Bedingungen Zwangsarbeit leisten mussten. Das Steinfurter Bagno ist natürlich alles andere als ein Knast. Aber auch viel mehr als ein Badesalon – was die eigentliche Bedeutung für das italienische Wort bagno ist. Das ursprünglich als Park in französischen Stil angelegte Gelände mit künstlich angelegtem See und ehemals zahlreichen Gebäuden wurde zunehmend von der Natur zurückerobert. Lediglich die Konzertgalerie, 1774 erbaut und damit das älteste freistehende Konzerthaus auf dem europäischen Kontinent blieb vom Abriss verschont.

Heute ist das europäische Schutzgebiet Bagno und Steinfurter Aa gleichermaßen für den Naturschutz als auch für die Naherholung von Bedeutung und durch Wanderwege sehr gut erschlossen. Eine künstliche Ruine, die auf einer der drei Inseln innerhalb des Bagnosees errichtet wurde, ist eines der bedeutendsten Überwinterungsquartiere für Fledermäuse im nordwestdeutschen Raum. Zu den 13 nachgewiesenen Fledermausarten im Gebiet gehört die in NRW fast verschwundene Mopsfledermaus sowie andere bedrohte Arten wie das Große Mausohr. Seit wenigen Jahren brütet ein Vogel auf der Insel, der derzeit im Münsterland und auch andernorts ein Comeback feiert: der Uhu.

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