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Steckbrief Uferschnepfe

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So krumm wie beim Brachvogel ist er nicht, der Schnabel der Uferschnepfe. Ansonsten weisen die beiden größten heimischen Wiesenvögel optisch durchaus Ähnlichkeiten auf, wobei die Uferschnepfe mit ihrer zur Brutzeit kastanienbraunen Brust und der schlankeren Gestalt ein wenig eleganter ist. Warum aber ist die Stimme des Brachvogels noch vergleichsweise oft zu hören, während die der Uferschnepfe immer mehr verstummt? Das liegt vor allem daran, dass Uferschnepfen pingeliger sind bei der Wahl ihrer Brutplätze. Eine trockene Wiese oder gar ein Acker, mit denen der Brachvogel zur Not vorlieb nimmt, kommt für eine Uferschnepfe kaum in Frage. Schön nass muss es für sie sein, am besten mit Blänken und höheren Grasbulten, hinter denen sie sich verstecken kann.

Selbst viele Feuchtwiesenschutzgebiete bieten das nicht mehr. Nur noch rund 70 Brutpaare gibt es im Kreis Steinfurt. Im Recker Moor und den angrenzenden Feuchtwiesen sowie im Feuchtgebiet Saerbeck brütet die Uferschnepfe aber noch regelmäßig. So heimlich die Uferschnepfe ihr Brutgeschäft verrichtet – das Balzverhalten ist weniger dezent. Der Uferschnepfen-Mann fliegt steil auf, um sich unter den typischen „grutto-grutto“- Rufen aus großer Höhe wieder hinabzustürzen und nach der Landung eine Zeit lang mit erhobenen Flügeln zu verharren. Für das Weibchen müsste er die Show nicht unbedingt abziehen – Uferschnepfen neigen selten zu Seitensprüngen. Aber den Nachbarn zu beeindrucken kann ja auch nicht schaden.
Ob treu oder nicht, am Ergebnis ändert das nichts. Vier Eier stehen zu Buche. Rund acht Wochen dauert es, bis daraus flügge Jungvögel geworden sind. Schon die Küken gehen selbstständig auf Nahrungssuche. Leider werden nur aus den wenigsten ausgewachsene Uferschnepfen. Räuber wie Fuchs oder Wiesel und andere Gefahren lauern überall. Die, die es schaffen, zieht es schon bald in die Ferne. Den Winter verbringen Uferschnepfen im westlichen Afrika. Schon Ende Februar kehren die ersten zurück.

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