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„Knipser“ im Gras: Steckbrief Sumpfschrecke

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Nicht nur für Ornithologen ist die Kenntnis der Vogelstimmen unerlässlich. Auch wer Heuschrecken auf die Schliche kommen will, muss die Ohren spitzen. Denn jede Art hat ihren eigenen Gesang. Und wie in der Vogelwelt gibt es solche und solche. Einige Heuschreckenarten geben sich mit ihrem Gesang viel Mühe und lassen ein minutenlanges Zirpen hören. Die Sumpfschrecke gehört nicht dazu. Wenn der Heuschreck das Weibchen anlocken will, schnippt er – im übertragenen Sinne - kurz mit dem Finger. Was bei uns längst kein Garant mehr für den Erfolg ist, scheint bei Sumpfschrecken noch zu klappen. Zu weit weg sollte das Weibchen allerdings nicht sein. Zumindest für menschliche Ohren ist das Knipsen nur über eine Entfernung von 20 Metern vernehmbar. Heuschrecken erzeugen ihre Geräusche, indem sie die Hinterbeine an den Flügeln reiben. Die Dornen an den Hinterbeinen spielen dabei eine wichtige Rolle.
Die Sumpfschrecke ist bei uns selten. Im Feuchtgebiet Saerbeck findet sie das, was sie braucht: nasse Wiesen, in denen die empfindlichen Eier, die das Weibchen an Grashalmen oder auf dem Boden ablegt, nicht austrocknen. Das Heuschreckenleben ist kurz und nach spätestens 50 Tagen schon wieder vorbei. Also gilt wie bei guten „Knipsern“ im Fußball: Man sollte zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle sein. Dann klappt’s auch mit der Fortpflanzung.

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