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Wehrhafter Weihnachtsschmuck: Steckbrief Stechpalme

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Dornige Blätter, die zudem im Winter nicht abfallen – allein diese beiden Eigenschaften heben die Stechpalme ab vom Rest der pflanzlichen Verwandtschaft. Das unscheinbarste an ihr sind noch die kleinen weißen Blüten, die im Frühsommer kaum auffallen. Ganz anders im Herbst und Winter die knallig roten Früchte, die für den Menschen giftig sind, von Vögeln aber umso lieber verzehrt werden. Ein älterer, heute weniger gebräuchlicher Name für den Strauch, der bei günstigen Bedingungen auch zu einem Baum auswachsen kann, ist „Hülse“. Er findet sich in vielen Flur- und Familiennamen wie Hülsenbusch, Hülshoff oder Hülsmeyer.

Wer sich im Winter seines Blattwerks nicht entledigt, muss damit rechnen, dass Fröste ihm besonders zusetzen können. Je weiter wir uns in Europa nach Osten und Norden bewegen, desto seltener treffen wir auf die Stechpalme. Die Blätter einer Stechpalme sehen übrigens nicht alle gleich aus. Hoch oben am Strauch sind sie weniger wehrhaft bedornt als in den unteren Etagen.  Vermutlich benötigen die Blätter in luftiger Höhe weniger Schutz vor hungrigen Rehen.

Vor allem in Großbritannien sind Stechpalmenzweige ein beliebter Weihnachtsschmuck. Das berühmteste Stück aus dem harten Holz der Hülse steht im Goethehaus in Weimar: der Spazierstock des berühmten Dichters.

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