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Steckbrief Schlingnatter: Diskret und harmlos

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Die Schlingnatter hat ein Problem. Wer sie sieht, hält sie oft für eine Kreuzotter, obwohl bei ihr das durchgängige Zickzackband der Kreuzotter unterbrochen ist oder ganz fehlt. In der Vergangenheit haben viele Schlingnattern diese Verwechslung mit dem Leben bezahlt. Denn die Kreuzotter ist bekanntlich giftig – die Schlingnatter aber völlig harmlos, zumindest für den Menschen. Sie tötet ihre Beute ohne chemische Keule, sondern – nomen est omen - schlingt ihren bis zu 80 Zentimeter langen Schlangenkörper um das Opfer und erdrückt es.

Im Recker Moor hat die Schlingnatter ihr einziges Vorkommen im Tecklenburger Land. Auch Kreuzottern hat es hier gegeben. Die letzte Beobachtung liegt aber schon Jahrzehnte zurück. Wie viele Schlingnattern es im Moor gibt, das ist Spekulation. Sie leben sehr diskret.  Die besten Chancen auf eine Schlingnatter haben Frühaufsteher. Die wechselwarmen Tiere nutzen gerne den Torfdamm, um sich die Morgensonne auf die schuppige Haut scheinen zu lassen. Zu hektischer Flucht neigen sie nicht gerade – eher verlassen sie sich auf ihre Tarnfarbe. Die Schlingnatter ist im Gegensatz zur Ringelnatter lebendgebärend. Der Schlangennachwuchs erblickt im Spätsommer das Licht der Welt. Dann kann hat er noch  einige Wochen Zeit zu wachsen. Ende Oktober verkriechen Schlingnattern sich an einen frostsicheren Ort und verschlafen die kalte Jahreszeit, bis im April das Jahr der Schlingnatter von Neuem beginnt.

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