Hilfsnavigation:

Headnavigation ueberspringen

Steckbrief Schafstelze: Vogel sucht Vierbeiner

klick

Geht man davon aus, dass der Name eines Vogels Rückschlüsse auf seinen Lebensraum zulässt, sind die der bei uns vorkommenden Stelzenarten etwas irreführend. Die Gebirgsstelze kommt auch im Tiefland vor, die Bachstelze ist keineswegs an Fließgewässer gebunden, und die Schafstelze lebt auch dort, wo weit und breit kein Schaf zu sehen ist. Doch ein wahrer Kern steckt natürlich drin in den Namen. Die Schafstelze sucht gerne die Nähe des Viehs, auch wenn das heute eher Rinder und Pferde sind als Schafe. Denn die Vierbeiner halten nicht nur die Weide kurz, sondern scheuchen auch Insekten auf. Beides ist für einen Vogel, der gern am Boden seine Nahrung sucht und vor allem tierische Kost bevorzugt, ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Auch bei der Brut bleibt die Schafstelze
bodenständig. Das napfförmige Nest wird sorgfältig mit Pflanzenfasern, Moos und
Fellhaaren ausgekleidet, damit es die fünf bis sechs Jungen gemütlich haben. Im
Münsterland brütet die Schafstelze bevorzugt in feuchten Wiesen, manchmal auch in Äckern. Optisch fällt die Schafstelze durch ihre gelbe Brust auf. Die hat zwar auch die Gebirgsstelze, aber sie wirkt etwas dunkler und hat deutlich längere  Schwanzfedern. Im Winter fällt die Bestimmung in unseren Breiten leicht. Dann sind Schafstelzen in Afrika, während Gebirgsstelzen hierzulande auf den Frühling warten.

nach oben