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Steckbrief Rohrweihe: Eleganter Gaukler

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Sie ist zweifellos einer unserer elegantesten Greifvögel. Wenn die Rohrweihe im gaukelnden Tiefflug über den Erdboden schwebt und nach Beute Ausschau hält, ist Gefahr in Verzug. Vor allem Jungvögel und Küken, aber auch Mäuse und Frösche müssen sich vor ihr in Acht nehmen. Das „Rohr“ in Namen ist Hinweis darauf, dass die Art vor allem in Schilfröhrichten brütet – ähnlich wie Rohrammer oder Rohrdommel. Aber auch als Vogel muss man flexibel sein. Wo das Schilf sich rar macht, fällt die Wahl des Brutplatzes manchmal auf ein Getreidefeld wie hier an der Steinfurter Aa. Ein durchaus heikles Unterfangen! Weil es bis weit in den Sommer hinein dauert, bis die jungen Weihen flügge sind, ist der Mähdrescher eine lauernde Gefahr. In solchen Fällen suchen und markieren Naturschützer die Nester und treffen Absprachen mit dem Landwirt, den Bereich bei der Ernte zu umfahren. Der bekommt dafür einen finanziellen Ausgleich, und der Rohrweihennachwuchs hoffentlich die Chance, seinen ersten Winter im warmen Afrika zu verbringen.

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