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Steckbrief Nachtigall: Schluchzen mit Crescendo

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Ihr Repertoire ist beachtlich: Über 200 Strophen hat die Nachtigall drauf. Fast immer dabei ist das zu einem Crescendo anschwellende charakteristische Schluchzen aus Pfeiftönen. Aber nicht allein wegen seiner musikalischen Qualitäten ist der Gesang besonders auffällig. Denn die Nachtigall schluchzt auch nachts, wenn der überwiegende Rest der Vogelwelt den Schnabel hält. Das hat den Vorteil, dass ihr Gesang besonders weit hörbar ist. Der Zweck der musikalischen Anstrengungen unterscheidet sich aber kaum vom simplen „Tschilp“ des Hausspatzen: Das Weib wird bezirzt, der Nebenbuhler vergrätzt. Vielleicht will der Nachtigallenmann mit seinem melodischen Einfallsreichtum, den er übrigens auch tagsüber zu Gehör bringt, nur von seinem schlichten, braun-grauen Äußeren ablenken. Es ist allerdings schwierig genug, den scheuen Vogel überhaupt zu Gesicht zu bekommen. Meist singt er aus dichtem Gebüsch, das er nur ungern verlässt. Nachtigallen halten sich von Mitte April bis August bei uns auf, vor allem in Feuchtgebieten mit viel Unterholz. Die Wintermonate verbringen die Vögel in Afrika.

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