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Kein Knochenbrecher - Steckbrief Moorlilie

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Es ist nicht ungewöhnlich, dass eine Pflanze mehrere deutsche Namen hat. Botaniker halten sich deshalb lieber ans Lateinische, das ist eindeutiger. Für Narthecium ossifragum gibt es im deutschen Sprachgebrauch zwei Bezeichnungen. Wer der Pflanze wohlgesonnen ist, nennt sie Moorlilie. Eine Lilie im Moor – das klingt fast so hübsch, wie die Pflanze tatsächlich ist. Der Zweitname Beinbrech hat da weit weniger Charme. Womit hat so ein apartes Kräutlein so einen martialischen Namen verdient? Schuld daran ist weniger die Pflanze selbst, als der Lebensraum, in dem sie wächst. Die Moorlilie – wir sind natürlich freundlich – gedeiht vor allem in sauren Moorwiesen. Für Kühe, die hier grasen, ein eher karges Brot. Vor allem fehlt es an Kalk. Der wiederum ist wichtig für den Knochenaufbau. Den Rest kann man sich denken. Warum ausgerechnet die Moorlilie als Sündenbock für Beinfrakturen bei Kühen herhalten musste – wer weiß das schon. Tatsache ist, dass nicht ihr zweifelhafter Ruf dafür verantwortlich ist, dass die Moorlilie heute selten und bundesweit gefährdet ist. Wo geeignete Lebensräume fehlen, haben es auch Knochenbrecher schwer.

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