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Nicht schön, aber selten - Steckbrief Groppe

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Zugegeben, schön ist anders. Und andere Namen für die Groppe wie Kautzenkopf oder Breitmaul klingen auch nicht nett. Aber vielleicht guckt die Groppe nur deshalb so grimmig drein, weil man ihr viele Lebensräume genommen hat. Sie bewohnt sehr saubere, rasch fließende Bäche und kleinere Flüsse – und die machen sich so rar, dass die Groppe europaweit geschützt ist. Den Lebensraum teilt sie sich mit der Bachforelle, die ebenfalls im Oberlauf der Vechte vorkommt. Anders als diese ist sie aber ein Grundfisch und nicht gerade ein Meisterschwimmer. Durchgängige Gewässer sind für sie besonders wichtig, denn schon an 15 Zentimetern hohen Schwellen scheitert sie. Schafft sie es dennoch in die Laichgründe, beginnt das Drama: Die weibliche Groppe wird zur Rabenmutter, die männliche zum Helden. Brehms Tierleben beschreibt es anschaulich: „Von nun an vertritt das Männchen Mutterstelle und beschützt vier bis fünf Wochen lang die Eier, ohne sich zu entfernen, es sei denn, daß es die nothwendige Nahrung suchen muß. Ebenso bewunderungswürdig wie seine Ausdauer ist sein Muth. Es beißt in die Stange oder Ruthe, mit welcher man es verjagen will, weicht nur im höchsten Nothfalle und läßt sich buchstäblich angesichts seiner Eier erschlagen.“

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