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Steckbrief Goldammer: Gold im Gefieder und in der Kehle

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Den Soundtrack zu unserer Radtour liefert die Goldammer. „Wie, wie, wie hab ich Dich liiiieb“ – so kann man die markanteste Strophe ihres Gesangs interpretieren, der vom zeitigen Frühjahr bis in den Spätsommer hinein fast überall entlang der Route zu hören ist. Einige meinen auch die berühmte Eingangspassage aus Beethovens 5. Symphonie  herauszuhören. Die Goldammer überzeugt aber nicht nur musikalisch, sie macht auch optisch einiges her. Die Männchen beeindrucken während der Brutzeit mit einem leuchtend gelben Kopf. Kein Wunder, dass sie manchmal mit Kanarienvögel verwechselt werden.  Im Winter ist der Goldammermann, wie sonst die Weibchen, etwas dezenter gefärbt. Wer eine Goldammer hört, hat gute Chancen, sie auch zu sehen. Denn meist singt sie von exponierter Stelle aus, sei es eine Strauchspitze oder eine Stromleitung. Goldammern sind in reich gegliederten Kulturlandschaften wie hier in Lienen und Kattenvenne häufig. Den eigentlichen Siedlungsraum meiden sie ebenso wie dichte Wälder. In Sachen Nachwuchs ist das Weibchen die treibende Kraft. Es sucht nicht nur den passenden Standort für das Nest aus, sondern ist auch für dessen bauliche Umsetzung zuständig. Nachdem es die meist vier Jungvögel erbrütet hat, darf das Männchen ran. Es hilft tatkräftig mit, dass der immer hungrige Nachwuchs mit Insektennachschub versorgt wird. Goldammern bleiben auch im Winter bei uns. Dann streifen sie oft in größeren Gruppen durch die Landschaft und suchen auf abgeernteten Feldern nach Körnern.

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