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Bald ausgemeckert? - Steckbrief Bekassine

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Sie meckert gern, die Bekassine. Und das völlig zu Recht. Wem man nach und nach den Lebensraum trocken legt, der darf ruhig den Schnabel aufmachen. Was die Bekassine noch nicht mal tut. Denn ihr Gemecker erzeugt sie mit den Schwanzfedern, die sie bei ihren rasanten Sturzflügen abspreizt. „Himmelsziegen“ werden sie deshalb auch genannt. Übrigens meckern nur die Männer, und auch nicht, um gegen miese Lebensbedingungen zu protestieren, sondern um den Weibchen zu imponieren. Nach dem Motto: Wer am lautesten meckert, auf den fliegen die Frauen. Vielleicht hat es sich bei uns bald schon ausgemeckert. Mickrige fünf bis zehn Brutpaare gibt es im Kreis Steinfurt noch. Schön nass muss es für die Bekassine sein, mit Seggenbulten, hinter denen sie sich verstecken kann. Kaum ein Vogel hat im Verhältnis zum Körper einen so langen Schnabel wie die Bekassine. Mit ihm stochert sie im feuchten Boden nach Kleintieren. Wenn die Bekassine bei uns verschwindet, wird es hierzulande kaum jemand bedauern. Nur jeder fünfte Deutsche weiß, dass die Bekassine ein Vogel ist. In Frankreich wird sie mehr geschätzt. Dort sorgen im Herbst Jäger dafür, dass jährlich hunderttausende Bekassinen nicht in ihren Winterquartieren, sondern auf dem Teller landen. Die Bekassine hat wahrlich Grund zu meckern.

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