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Steckbrief: Wider den Dämonen – der Teufelsabbiss

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Teufelsabbiss – wenn eine Pflanze solch einen Namen trägt, hat der Aberglaube die Fantasie der Menschen offenbar mächtig beflügelt. Weil seine Wurzel aussieht, als hätte der Leibhaftige sie persönlich abgebissen, wurde dem Teufelsabbiss früher eine schützende Wirkung vor Dämonen zugeschrieben. Wer Angst davor hatte, verhext zu werden, tat gut daran, ein Stück Wurzel als Amulett um den Hals zu tragen. Auch das Vieh sollte die Pflanze vor Behexung bewahren. Wenn es danach geht, sind die Aussichten für Dämonen deutlich gestiegen. Denn so häufig wie früher ist der Teufelsabbiss längst nicht mehr. Er liebt moorigen Boden, wie wir ihn in der Düsterdieker Niederung vorfinden. Mit Schnitt und Beweidung kommt er nicht gut klar. Auf bewirtschafteten Flächen ist er deshalb selten. Viel häufiger wächst er in Gräben oder auf feuchten Brachen. Die Blütezeit beginnt erst im Spätsommer. Dafür kann man bis tief in den Herbst hinein noch blühende Exemplare finden. Den Garaus macht ihnen dann - nicht der Teufel, sondern Väterchen Frost.

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