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Ein kurzer Auftritt – Steckbrief Schopf-Tintling

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Ein Lebewesen, das sich selbst verdaut? Das kann es nur bei den Pilzen geben. Die Tintlinge sind solche Geschöpfe. Der bekannteste unter ihnen ist der weit verbreitete Schopf-Tintling. Für ihn gilt: gestern noch in voller Pracht, heute schon zerflossen zu einer unappetitlichen Masse. Kaum haben Tintlinge ihren Fruchtkörper aus der Erde geschoben, schon produzieren sie große Mengen von Enzymen, mit denen sie sich selbst in eine schwarze, tintenähnliche Flüssigkeit verwandeln. Die wurde früher eingedickt und konserviert und dann - wen wundert’s – als Schreibtinte benutzt. Der eigentliche Sinn der Selbstzerstörung ist aber ein anderer. Denn für bestimmte Insekten ist die Tinte, für deren schwarze Farbe die Pilzsporen verantwortlich sind, eine durchaus schmackhafte Mahlzeit. Die Sporen sind äußerst robust und werden beim nächsten Insekten-Stuhlgang wieder unversehrt ausgeschieden und so verbreitet. Übrigens: Der Schopf-Tintling ist ein durchaus guter Speisepilz. Zwischen Ernte und Zubereitung darf aber nicht viel Zeit vergehen. Andernfalls zerrinnt einem die Mahlzeit wortwörtlich zwischen den Fingern ...

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