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Steckbrief Pirol: Flötentöne aus luftiger Höhe

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Einen Pirol zu sehen gehört zu den großen Glücksfällen. So auffällig er auf Fotos auch wirkt, im sommerlichen Blattwerk ist der scheue Vogel mit seinem Gefieder perfekt getarnt. Zumal der Pirol sich fast immer in luftiger Höhe in Baumkronen aufhält. Von dort lässt er auch seine „Flötentöne“ erklingen, mit denen er seine Anwesenheit eindeutig verrät. Sie sind nicht nur weit hörbar, sondern auch fast unverwechselbar. „Vogel Bülow“ hat ihn der Volksmund lautmalerisch nach seinem Gesang genannt. Es gibt aber auch westfälisch-absonderliche Deutungen wie „Pfingsten Bier hol'n; aussaufen, mehr hol'n“, oder „Hest Du gesopen, so betahl och“. Pirole zählen bei uns zu den Raritäten. Rund um die Düsterdieker Niederung brütet der Vogel aber noch an mehreren Stellen, wenn auch nicht jedes Jahr auf ihn Verlass ist. Der Pirol bevorzugt feuchte Laubwälder mit altem Baumbestand. Sein Nest gehört zu den kunstvollsten im Vogelreich. Es ist ein tiefer Napf aus unterschiedlichsten Materialien wie halbtrockenen Grasblättern, Halmen, Flechten, Rinde, Moos und Spinnengewebe. Ausgepolstert ist es mit Grasrispen oder mit Pflanzenwolle und Federn. Der Pirol gibt bei uns nur ein kurzes Gastspiel. Er kommt im Mai und verlässt uns im August schon wieder, um in Afrika zu überwintern.

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