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Steckbrief Parasol - der Schnitzel-Pilz

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Wenn der Franzose seinen „parasol“ aufspannt, will er sich vor der Sonne schützen. Bei uns landet der Parasol gerne in der Pfanne. Denn der Pilz, der auch als Riesenschirmling firmiert, ist nicht nur der größte heimische Blätterpilz, er macht sich auch auf dem Teller gut. Die Hüte lassen sich panieren und dann nach Art des Wiener Schnitzels frittieren oder in der Pfanne braten. Die sollte allerdings groß bemessen sein, denn die Hüte können einen Durchmesser von 30 Zentimetern erreichen. In der Küche sollte man jüngeren Exemplaren den Vorzug geben, die mehr Wohlgeschmack entfalten.

Der Parasolpilz sprießt vor allem im Spätsommer und Herbst aus der Erde, nicht selten auch auf Wiesen und an Wegrändern. Wer keine kulinarischen Ambitionen hegt, sollte ihn stehen lassen. Denn Pilze spielen als perfektes Entsorgungsunternehmen eine wichtige Rolle im Naturhaushalt. Anders als Pflanzen betreiben sie keine Photosynthese, sondern leben von organischem Material. Wo immer Fäulnis, Verwesung und Zersetzung stattfinden, sind Pilze vor Ort. Es gibt fast nichts, was sie nicht  abbauen können. Die allerwenigsten Pilze sind so stattlich wie der Parasol, und auch bei ihm ist es nur der Fruchtkörper, der auffällt. Das zersetzerische Werk betreibt ein Geflecht aus dünnsten Fäden (Hyphen), das den eigentlichen Pilz im Boden bildet. 

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