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Radaubruder mit geschicktem Schnabel – Steckbrief Kleiber

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Wer im Frühjahr durch den Sundern radelt, der kommt am Kleiber kaum vorbei. Denn für den etwa kohlmeisengroßen Vogel gilt: klein, aber laut. Schon im Winter lässt er seine markanten Rufe hören. Bei  Höhlenbrütern, zu denen der Kleiber gehört, gibt es solche, die sich als Bauherren ihre eigene Immobilie zimmern, und solche, die lieber als Nachmieter einen Altbau beziehen. Zu letzteren gehört der Kleiber. Sein Schnabel wirkt zwar im Vergleich zur Körpergröße durchaus kräftig, aber dafür, eine eigene Höhle zu zimmern, reicht es nicht. Deshalb sucht sich der Kleiber eine verlassene Spechthöhle, eine Faulhöhle oder auch eine künstliche Nisthilfe, die er nach seinen eigenen Ansprüchen umbaut. Dabei ist er eher Maurer als Zimmermann. Eine für ihn zu üppige Eingangstür verklebt er – daher auch der Name Kleiber - mit feuchten Lehm so, dass sie für ihn passend ist. Ein Kilo Baumaterial kann da bei einer großen Schwarzspechthöhle durchaus zusammenkommen, eine stramme Leistung für so einen kleinen Vogel. In Sachen Innenausbau gibt es die klassische Rollenverteilung. Der Kleibermann schafft das Material ran, die Dame des Hauses zaubert daraus ein gemütliches Heim für die fünf bis acht Jungen. Die werden meist im Juni flügge – und sorgen dafür, dass auch im nächsten Frühjahr wieder Radau im Wald ist.

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