Hilfsnavigation:

Headnavigation ueberspringen

Zungenbrecher und Schmarotzer: Steckbrief Großer Klappertopf

klick

„Was hat der Klappertopf in seinem hohlen Kopf? Nur wieder Klappertöpfe, ihr Plappertöpfe!“ Als der Große Klappertopf vor einigen Jahren zur Blume des Jahres gekürt wurde, konnte man den Spruch häufiger hören. Er hat aber nicht nur das Zeug zum Zungenbrecher, sondern enthält auch mehr als ein Körnchen Wahrheit. Denn der deutsche Name Klapper¬topf bezieht sich auf die reifen Früchte, deren Samen im aufge¬blasenen Fruchtkelch beim Schütteln deutlich hörbar klappern. Wer dem Klappertopf beim Klappern lauschen möchte, ist in feuchten, extensiv genutzten Grünlandgebieten genau richtig. Auch an Wegrändern kann man ihn entdecken. Der Klappertopf ist ein Halbschmarotzer, der sich bei anderen bedient, auch wenn er selbst Photosynthese betreiben kann. Er zapft das Wurzelwerk von Gräsern an, die er dadurch in ihrem Wuchs schwächt. Bei den Landwirten macht er sich damit nicht beliebt. Ab rund zehn Klappertöpfen pro Quadratmeter soll es Ertragseinbußen geben. Solche Mengen an Klappertöpfen kommen aber selten zusammen. Im Gegenteil: Der Klappertopf steht auf der Roten Liste der gefährdeten Pflanzen.
 

nach oben