Hilfsnavigation:

Headnavigation ueberspringen

Macht Männer müde - Steckbrief Hopfen

klick

Männer trinken, so die Statistik, sieben Mal so viel Bier wie Frauen. Auch wenn der Biergenuss offenbar eine männliche Domäne ist - ohne die holde Weiblichkeit geht es nicht. Denn der Hopfenextrakt, der dem Gerstensaft seine bittere Note und dem Biertrinker die Bettschwere verleiht und der zudem konservierende Eigenschaften hat, wird aus dem zapfenartigen Fruchtstand gewonnen, den nur das weibliche Geschlecht hervorbringt. Und weil der Hopfen zweihäusig ist, es also männliche und weibliche Pflanzen gibt, werden in den Hopfenanbaugebieten ausschließlich Hopfenfrauen angebaut. Hopfenmänner sind dort sogar ausdrücklich unerwünscht, weil die Befruchtung durch männliche Pollen den Ertrag senkt.

Bevor Hopfen dem Bier zugesetzt wurde, verwendete man zur Würze und Haltbarmachung die aromatischen Blätter des Gagelstrauches, dem wir bereits im Emsdettener Venn begegnet sind.

Der Anbau von Kulturhopfen lohnt ausschließlich in sommerwarmen Gebieten wie der Hallertau zwischen Nürnberg und München. Wilder Hopfen wächst aber auch im kühlen Münsterland. Hier findet man die Kletterpflanze vor allem in Auwäldern und feuchten Gebüschen, wo sie über sechs Meter hoch ranken kann. Die jungen Triebe im Frühjahr sind als „Hopfenspargel“ ebenfalls kulinarisch verwertbar. In diesem Fall ist es sogar egal, ob Mann oder Frau auf den Teller kommt.

nach oben