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Kleine Giftspritze - Steckbrief Feuersalamander

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Schwarzglänzend mit quietschgelbem Muster – wer so aussieht, will auffallen um jeden Preis. Im Tierreich verbirgt sich hinter einem schrillen Outfit aber oft die Botschaft: Lass besser die Finger von mir. Eine Warnung, die beim Feuersalamander durchaus ihre Berechtigung hat Denn der Lurch kann über die Hautdrüsen ein Sekret absondern, das für potenzielle Fressfeinde wie Marder, Igel oder Fuchs unangenehme Folgen haben kann. Die Drohung scheint zu wirken, denn Feuersalamander haben kaum natürliche Feinde und können in freier Wildbahn ein Alter von mehr als 20 Jahren erreichen.

Trotz der auffallenden Optik haben die wenigsten schon einmal einen Feuersalamander zu Gesicht bekommen. Dabei sind sie im Hügelland wie hier im Habichtswald gar nicht selten. Aktiv sind Feuersalamander nur bei hoher Luftfeuchtigkeit. Die herrscht vor allem nachts und bei regnerischem Wetter – also immer dann, wenn wir uns lieber im Haus verkriechen. Tagsüber verstecken sie sich gern zwischen Steinen oder Baumwurzeln.

Etwas leichter ausfindig zu machen sind „Lurchis“  Nachkommen. Sie entwickeln sich – eine Besonderheit unter den Amphibien -  bereits im Mutterleib und werden meist im Frühjahr als fertige Larven geboren. Das Weibchen sucht dazu gerne den Oberlauf von naturnahen Waldbächen auf – die wir im Habichtswald noch recht häufig vorfinden. Der Nachwuchs lebt einige Monate im Wasser, bis er sich fit für den ersten Landgang fühlt.  
Die auffällige Färbung des Feuersalamanders gab Anlass zu allerlei Aberglauben. Ein mittelalterlicher Irrglaube war, er sei unempfindlich gegen Feuer und könne sogar Flammen zum Erlöschen bringen – was so manchem Salamander den Feuertod bescherte. Heute droht von anderer Seite Gefahr: Weil Feuersalamander nicht gerade flott unterwegs sind, ist das Auto ihr größter Feind.

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