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Winterweiß im Moor - Steckbrief Wollgras

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Schnee im Sommer? Wenn die Wollgräser ihren weißen Schopf tragen, sieht das Moor manchmal tatsächlich aus wie eine Winterlandschaft. Viele sprechen dann von der „Wollgrasblüte“, was natürlich nicht stimmt. Die seidigen Haare dienen als „Fallschirm“ für die kleinen Nussfrüchte, die so bis zu zehn Kilometer mit dem Wind auf Reisen gehen können. Die richtige Wollgrasblüte entgeht vielen. Nicht nur, weil sie eher unscheinbar ist, sondern auch, weil es dann draußen oft noch ungemütlich ist. Schon im März zeigen sich die ersten Blütenstände.

Zwei Arten kommen vor im Venner Moor. Das Schmalblättige Wollgras wächst rasenartig und manchmal sogar flutend an nassen Stellen im Moor. Sein Fruchtstand besteht aus mehreren „Wattebäuschen“, die oft überhängen. Das Scheidige Wollgras bildet auffallende Bulten, bevorzugt etwas trockenere Standorte im Moor und begnügt sich mit einem weißen Schopf am Ende des Blütenstands. Die optische Ähnlichkeit mit der Baumwolle spiegelt ich auch in früheren Nutzungsweisen wider: Die seidigen Fruchthaare dienten als Kissenfüllung oder kamen bei der Wundversorgung zum Einsatz.

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