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Der doppelte Falter - Steckbrief Landkärtchen

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Da irrte selbst Carl von Linné. Der schwedische Naturforscher, der die wissenschaftliche Nomenklatur begründete und vielen Pflanzen und Tieren ihren noch heute gültigen Namen verlieh, gab dem Landkärtchen 1758 gleich zwei Bezeichnungen. Kein Wunder, sieht doch ein Landkärtchen, das im Frühjahr unterwegs ist, ganz anders aus als ein Landkärtchen, das im Hochsommer von Blüte zu Blüte flattert. Saisondimorphismus nennt sich das seltene Phänomen, das durch die Taglängen bestimmt wird. Die hübsch gezeichnete Frühjahrsgeneration des Landkärtchens fliegt bereits im April und legt die Eier an Brennnesselblätter. Im Mai und Juni, wenn es am Tag über 16 Stunden hell ist, entwickeln sich daraus die nicht minder ansehnlichen Sommerformen des Falters. Ihre Nachkommen durchlaufen den Entwicklungszyklus im August und September, also dann, wenn die Tage bereits kürzer sind. Die Raupen verpuppen sich und überwintern in der Erde. Wird es wieder wärmer, schlüpft aus ihnen die Frühjahrsform. Landkärtchen sind bei uns häufig und vor allem an Waldrändern, feuchten Wiesen und Gräben zu beobachten.

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